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 | Die Ostseefestspiele |
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Die Ostseefestspiele präsentieren seit 2003 in den Sommermonaten unvergessliche Theatererlebnisse an spektakulären Spielorten in Stralsund und Greifswald. Mit jährlich mehr als 28.000 Besuchern zählen sie zu den kulturellen Highlights in Mecklenburg-Vorpommern.
Von Juni bis August 2009 präsentieren die Ostseefestspiele an drei Spielorten Produktionen aus den Bereichen Schauspiel, Ballett und Musiktheater.
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Das Land des Lächelns
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Romantische Operette in drei Akten von Franz Lehár
Text von Ludwig Herzer und Fritz Beda-Löhner Nach der Operette "Die gelbe Jacke" von Franz Lehár und Viktor Léon
Kooperation mit dem Nationaltheater BrünnMusikalische Leitung: Egbert Funk Inszenierung: Prof. Anton Nekovar Choreographie: Zdeněk Prokuš Bühne: Sabine Lindner, Ivo Žídek Kostüme: Christine Becke, Jan Skalický † Chöre: Thomas Riefle Dramaturgie: Lür Jaenike Seebühne Stralsund Premiere am 3. Juli 2009
Premiere Lisa, die Tochter des Grafen Lichtenfels aus Wien, verliebt sich bei einem Fest in einem Wiener Salon in den jungen chinesischen Prinzen Sou-Chong. Trotz enger Bindung an die strengen Traditionen seines Landes verliebt auch er sich in die hübsche Europäerin. Hals über Kopf und ohne lange zu überlegen folgt Lisa ihm in sein Heimatland China. Zunächst leben beide dort glücklich. Doch die exotischen Sitten und Gebräuche, unter denen auch der Prinz sich zu verändern scheint, bleiben ihr fremd. Bald schon werden die kulturellen Gegensätze unüberbrückbar. Als schließlich der sittenstrenge Onkel Sou-Chongs auch noch von ihm verlangt, nach altem Brauch drei Mandschu-Mädchen zu heiraten, muss er sich dem Sittengesetz beugen, und Lisa entschließt sich dazu, ihn zu verlassen. Mit dem angereisten Leutnant Gustl, einem früheren Verehrer Lisas, versucht sie aus China zu fliehen, um nach Wien zurückzukehren. Beide werden von Sou-Chong bei der Flucht entdeckt. Sou-Chong erkennt jedoch, dass er Lisa nicht halten kann, und lässt sie traurig ziehen.
„Das Land des Lächelns“ ist eine Umarbeitung von Lehárs Operette „Die gelbe Jacke“, die keine nachhaltigen Erfolge seit ihrer Uraufführung im Jahre 1922 aufweisen konnte. Sehr stark jedoch an diesem Werk hängend, entschloss sich Franz Lehár (1870-1948) dazu, es umzuarbeiten, um es so vor dem Vergessen zu retten. Die Rechnung ging auf: „Das Land des Lächelns“ wurde nach der Operette „Die lustige Witwe“ zu Lehárs meistgespieltem Bühnenwerk und kann als ein Höhepunkt der „Silbernen Operette“ und des Spätwerks Lehárs angesehen werden. Lehár näherte sich in diesem Werk, wie zuvor schon in „Paganini“, „Der Zarewitsch“ und „Friederike“, musikalisch der Oper bzw. der Spieloper an. Er erweiterte dabei die herkömmliche Operettendramaturgie, die er mit dem Werk „Die Lustige Witwe“ maßgeblich selbst geprägt hatte, um die dramatische Dimension der unglücklichen und unerfüllbaren Liebe. Auf kompositorischem Gebiet verzaubert uns „Das Land des Lächelns“ insbesondere durch eine farbige Instrumentation und eine exotisch geprägte Harmonik. Der Tenor Richard Tauber, ein enger Freund des Komponisten, konnte in diesem für ihn geschriebenen Werk in der Rolle des Sou-Chong wahre Triumphe feiern. Die speziell auf ihn zugeschnittenen Lieder wie „Immer nur lächeln“, „Von Apfelblüten einen Kranz“ und vor allem „Dein ist mein ganzes Herz“ zeigen den Komponisten auf dem Höhepunkt seines Könnens und sind bis heute unvergessliche „Evergreens“ geblieben.
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DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG
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Komödie von William Shakespeare
Inszenierung: Matthias Nagatis Bühne und Kostüme: Ines Nadler Dramaturgie: Catrin Darr Bühne am Museumshafen Greifswald Premiere am 26. Juni 2009
Premiere Im Vorspiel wird der betrunkene Sly von seiner Wirtin vor die Tür gesetzt und schläft seinen Rausch aus. Ein Lord nimmt den Schlafenden auf und behandelt ihn später wie einen vornehmen Herrn. Vorbeiziehende Schauspieler werden aufgefordert, Sly, der nicht weiß, wie ihm geschieht, eine lustige Geschichte vorzuspielen.
Die eigentliche Komödie beginnt damit, dass Lucentio, der zum Studieren nach Padua gekommen ist, sich in Bianca verliebt. Er möchte sie heiraten. Ihr Vater Baptista aber will erst seine ältere Tochter Katharina vermählen. Mögliche Interessenten schrecken jedoch vor ihrem Selbstbewusstsein zurück. Nur Petrucchio will es mit ihr aufnehmen und sie „zähmen“. Mit derben Umgangsformen bringt er Katharina dazu, ihre Widerspenstigkeit abzulegen: Er kommt mit zerrissenen Kleidern zur Hochzeit und behandelt sie wie eine Magd. In der Zwischenzeit kann Lucentio mit Bianca Verlobung feiern. Bei einem Bankett treffen alle aufeinander. Plötzlich spielt Bianca den Part einer widerspenstigen Braut, während Katharina ihrer Schwester zu erklären versucht, dass man seinem Ehemann mit Respekt zu begegnen hat.
William Shakespeare (1564–1616) schuf aus einem gleichnamigen älteren englischen Stück seine brillante Komödie „The Taming of the Shrew“, die 1594/95 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Ebenso berühmt wie Shakespeares Komödie wurde Cole Porters Musical-Adaption „Kiss me Kate“ (1948), das am Theater Vorpommern in der Spielzeit 2001/02 zur Aufführung kam. Es folgte 1967 eine sehr erfolgreiche Verfilmung des Stoffes durch Franco Zeffirelli und die Stuttgarter Ballettfassung mit der Choreographie John Crankos (1969). Trotz des lustvollen, in der Tradition des italienischen Volksschauspiels stehenden Strebens nach Macht besticht aus heutiger Sicht eher die Beschäftigung mit tradierten Rollenbildern der Geschlechter. Das Stück erwies sich trotz einiger Überspitztheiten bis auf den heutigen Tag als unverwüstliches Lustspiel von dem ewigen Machtkampf der Geschlechter in der Liebe.
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EINE WOCHE VOLLER SAMSTAGE
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Musical für Kinder ab 5 Jahren von Paul Maar Musik von Rainer Bielfeldt
Inszenierung: Matthias Nagatis Bühne und Kostüme: Ines Nadler Puppen und Puppenspiel: Birgit Schuster Klosterruine Eldena/Greifswald Premiere am 11. Juli 2009 Premiere Das Sams ist ein quirliges, respektloses, aber sehr liebenswertes Wesen. Eines Tages wählt es sich den ängstlichen, biederen Herrn Taschenbier zum Papa und krempelt dessen Leben völlig um. Ständig sorgt es für Aufregung und bringt Herrn Taschenbier in immer neue Verlegenheiten: bei der strengen Vermieterin, im Kaufhaus, im Büro. Das Sams kann aber auch Wünsche erfüllen und vor allem Mut machen. Eine zärtliche, lustige Freundschaft entsteht zwischen den beiden. Ein Mordsspaß für Kinder, aber viel Vergnügen auch für die Älteren. Ein Aufruf vielleicht sogar an die Erwachsenen, sich nicht immer gar so ernst und wichtig zu nehmen.
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